Ratgeber
Diktat-App und DSGVO: worauf du achten solltest
Bevor du einer Diktat-App Sprache anvertraust, klärst du sechs Dinge: wo das Audio verarbeitet wird, ob es gespeichert wird, ob damit trainiert wird, wer Unterauftragnehmer ist, ob es einen Auftragsverarbeitungsvertrag gibt und in welcher Region das alles läuft. Diese Seite ist die Prüfliste dazu, mit den Antworten von SpeechDone daneben.
Stand
Vorab: was diese Seite ist und was nicht
Das hier ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Ein Siegel gibt es von uns nicht: Wir nennen Fakten, du bewertest sie für dich und deine Aufgaben. Verbindlich ist immer die Datenschutzerklärung.
Die Liste passt auf jede Diktat-App, nicht nur auf unsere. Wer als Ärztin, Anwalt oder Steuerberaterin Inhalte diktiert, die unter die Schweigepflicht fallen, sollte jeden Punkt schriftlich beantwortet bekommen.
Die Prüfliste
1. Wo wird das Audio verarbeitet?
Auf dem Gerät oder auf Servern des Anbieters? Bei Servern: bei wem, und in welchem Land stehen sie? Apples eingebaute Diktierfunktion verarbeitet Anfragen laut Apple in vielen Sprachen auf dem Gerät. Bei Apps anderer Anbieter steht das in deren Datenschutzerklärung.
2. Wird das Audio gespeichert?
Frag nach, ob die Aufnahme nach der Erkennung gelöscht wird, wo sie kurz liegt und wie lange. Auch Texte und Verläufe zählen: Wo landet das Ergebnis?
3. Wird damit trainiert?
Dürfen Anbieter deine Aufnahmen verwenden, um eigene Modelle zu verbessern? Das ist eine Frage je Anbieter in der Kette, nicht nur für die App selbst.
4. Wer sind die Unterauftragnehmer?
Eine Diktat-App besteht aus mehreren Diensten: Server, Spracherkennung, Textaufbereitung. Verlange eine Liste, wer was bekommt.
5. Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag?
Gibst du personenbezogene Daten Dritter ins Diktat, brauchst du einen AVV nach Art. 28 DSGVO. Bei Berufen mit Schweigepflicht kommt oft eine Verschwiegenheitsverpflichtung hinzu.
6. In welcher Region läuft es, und wer entscheidet das?
Bleibt es in der EU? Wechselt die App von selbst in andere Regionen, etwa wenn ein Dienst ausfällt? Oder entscheidest du?
Wie SpeechDone die sechs Punkte beantwortet
| Antwort von SpeechDone | |
|---|---|
| 1. Wo wird verarbeitet? | Auf Servern, nicht auf deinem iPhone. Unser Server steht bei Hetzner in Deutschland. Die Erkennung läuft ausschließlich auf EU-Servern: Deepgram (Deepgram, Inc., USA, Verarbeitung auf EU-Servern) und Mistral AI (Paris). |
| 2. Gespeichert? | Deine Aufnahme wird auf unserem Server nicht gespeichert, sie wird nur während der Erkennung im Arbeitsspeicher verarbeitet. Dein Verlauf liegt in deiner eigenen iCloud. |
| 3. Training? | Bei keinem Anbieter: Deepgram melden wir bei jeder Anfrage ab, bei Mistral ist das Training in unserem Konto abgeschaltet. |
| 4. Unterauftragnehmer? | Es gibt eine öffentliche Liste der Unterauftragnehmer. |
| 5. AVV? | Den AVV nach Art. 28 DSGVO schließt du in Textform mit uns ab. Dazu kommt eine Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 StGB. |
| 6. Region? | Immer die EU. Eine Umstellung auf die USA gibt es nicht, und auch bei einer Störung weicht SpeechDone nicht dorthin aus. |
Stand 16.10.2026. Verbindlich ist die Datenschutzerklärung.
Zu den Antworten im Einzelnen
Zwei Spracherkenner. Deepgram schreibt live mit, damit du den Text schon beim Sprechen siehst. Mistral (Voxtral) erkennt die Aufnahme abschnittsweise noch einmal, und dieser Text wird eingefügt. Antwortet Mistral nicht rechtzeitig, kommt der Text von Deepgram. Beide bekommen die Aufnahme also nur zur Erkennung.
Wir sagen nicht mehr, als wir belegen. Du findest auf dieser Seite deshalb keinen Satz wie „alles bleibt in Deutschland“. Unser Server steht in Deutschland, ein Teil der Anbieter hat seinen Sitz außerhalb der EU und verarbeitet auf EU-Servern. Und „kein Training“ sagen wir nur dort, wo wir es für den jeweiligen Anbieter wissen.
Dein Verlauf. Er liegt standardmäßig in deiner eigenen iCloud. Aus dem Stil-Lernen kannst du aussteigen: Dafür liegen deine letzten Diktate höchstens 30 Tage als Text auf unserem Server, und du kannst das abschalten.
Was SpeechDone liest. SpeechDone liest nicht deinen Bildschirm. Für den Ton reicht die Info, in welcher App du schreibst. Im Modus Bearbeiten liest es den Text im aktuellen Feld, weil es genau den umschreiben soll.
Dokumente, die du dir ansehen kannst
Den Vertragstext findest du unter AVV, die Dienstleister unter Unterauftragnehmer. Was SpeechDone mit welchen Daten tut, steht in der Datenschutzerklärung.
SpeechDone ist noch nicht im App Store. Wenn du dich in die Warteliste einträgst, schreiben wir dir einmal, sobald es soweit ist, und löschen deine Adresse danach.
Häufige Fragen
Ist eine Diktat-App DSGVO-konform?
Das lässt sich nicht für eine App pauschal sagen, es hängt davon ab, was du diktierst und wie du sie einsetzt. Prüfe Verarbeitung, Speicherung, Training, Unterauftragnehmer, AVV und Region.
Wird meine Aufnahme bei SpeechDone gespeichert?
Auf unserem Server nicht: Die Aufnahme wird nur während der Erkennung im Arbeitsspeicher verarbeitet. Dein Verlauf liegt in deiner iCloud.
Wo steht der Server von SpeechDone?
Bei Hetzner in Deutschland. Die Erkennung läuft ausschließlich auf EU-Servern von Deepgram und Mistral AI.
Kann ich einen AVV abschließen?
Ja. Den AVV nach Art. 28 DSGVO schließt du in Textform mit uns ab. Den Text findest du unter /de/avv/.
Verarbeitet SpeechDone Diktate in den USA?
Nein. Erkennung und Textverarbeitung laufen nie in den USA, auch nicht als Ausweichweg.
Wer verarbeitet meine Daten außer SpeechDone?
Das steht in der öffentlichen Liste der Unterauftragnehmer unter /de/unterauftragnehmer/.
Quellen
- 1Apple: Text auf dem iPhone diktieren, abgerufen am 16.10.2026